Hanomag Raritäten auf
dem Weg zur Agrtechnica 2015


Horst-Dieter Görg, Reinhard Koch, Klaus Thon, Peter Starke, Dieter Überheide und Cedrik Schrader bereiten die Hanomag-Raritäten auf ihren Abtransport zur Agritechnica-Messe nach Hannover vor. Foto: Vollmer

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Störy/Hannover. Ein Pinselstrich noch, dann hat Cedrik Schrader seinen Job erledigt. Die Felgen des Hanomag R 324 erstrahlen in neuem Glanz. Zusammen mit drei weiteren Raritäten aus dem Hanomag-Technikforum in Störy kann die Reise zur Agritechnica nun beginnen. Auf der weltgrößten Landtechnik-Messe in Hannover präsentiert die Hanomag-Interessen- gemeinschaft gemeinsam mit der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) und dem Bundesverband Historische Landtechnik Deutschland in diesem Jahr die Sonderschau „Von der Leistungsprüfung zum DLG-PowerMix“ mit historischen Traktoren und landwirtschaftlichen Geräten.

Damit die Exponate auch richtig zur Geltung kommen, haben sich die Hanomag-Freunde in den vergangenen Wochen mächtig ins Zeug gelegt. Neu an dem im Jahr 1959 gebauten Traktor sind neben den beiden Felgen auch einige Zierleisten. Der R 324 stammt aus einer Schenkung. „Nach dem Tod des Mannes wurde der Entschluss gefasst, drei Hanomag-Fahrzeuge der IG zu spenden. Die Klassiker standen mehr oder weniger unbeachtet fünf Jahre in einer Scheune“, erläutert der Vorsitzende der IG, Horst-Dieter Görg. Als sehr aufwändig gestaltete sich der Transport der Maschinen in den Ambergau. Ein Tieflader brachte die Traktoren nach Störy.

Fast unberührt präsentiert sich dagegen der AR 38-Schlepper aus dem Jahr 1940. „Da haben wir lediglich die Bremsen neu eingestellt“, erläutert Dieter Überheide aus Bönnien. Ein Franzose mit Hanomag-Herz dürfte die Besucher ebenfalls in Begeis- terung versetzen. Insgesamt 30.000 Motoren vom Typ D 621 lieferte das hannoversche Traditionsunternehmen vor mehr als 60 Jahren an die Firma Massey-Harris, die damit ihren Kleinschlepper Pony ausstattete. Heute sind diese Fahrzeuge so gut wie von der Bildfläche verschwunden. Umso größer war die Freude bei der Hanomag-Interessengemeinschaft, dass sie einen dieser le- gendären Zweitakter seit kurzer Zeit ihr Eigen nennen darf. „Das ist ein echter Glücksfall für uns gewesen“, sagt Görg. Der Massey-Harris war zuvor im Besitz eines früheren Hanomag-Betriebsleiters. Altersbedingt hatte sich der über 80-jährige Mann schweren Herzens von der Rarität getrennt.

Eine Hanomag Z 50 Raupe komplettiert die Ausstellungsstücke. „Den Motor haben wir vor acht Tagen eingebaut“, berichtet der Vorsitzende. Anschließend seien noch ein paar Kleinigkeiten nötig gewesen, damit die Raupe wieder Fahrt aufnehmen kann. Kaum jemand ahnt, wo die Z 50 lange Zeit ihr Dasein fristete. Das Fahrzeug stand 15 Jahre auf einem Denkmalsockel vor dem Verband der Baubranche, Umwelt und Maschinentechnik in Bremen. Weil diese Art von Fahrzeug aber nicht so gut zu der Standesvertretung passte, tauschte die IG das historische Stück gegen eine Planierraupe ein. Trotz der Witterungseinflüsse der Jahre erwies sich die Technik als durchweg brauchbar. Nach gründlicher Reinigung und Teilüberholung machten die Hanomag- Schrauber die Rarität nun wieder fahrbereit. „Wir freuen uns auf zahlreiche interessierte Besucher, die sich die vielseitige Sonderausstellung im Pavillon 34 auf dem Messegelände anschauen“, sagt Horst-Dieter Görg, der die gesamte Messedauer als Ansprechpartner vor Ort ist.

Vom 10. bis 14. November, einschließlich der beiden vorgeschalteten Exklusivtage, ist das Messegelände Anziehungspunkt für die Landwirtschaft aus Deutschland, Europa und der gesamten Welt. Mehr als 2.900 Aussteller aus 52 Ländern, darunter alle international führenden Unternehmen der Branche, werden ein vollständiges Agrarfachprogramm präsentieren. Damit liegt die Zahl leicht über der letzten Agrarschau vor zwei Jahren.

Michael Vollmer

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